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  •   Luni hat den Beitrag vor 1 Jahr mit 'Gefällt mir' markiert
    Traumland Teil2
    jetzt geht es erfunden weiter 
    Auch im Traumland folgt nach jeder Nacht ein Tag und umgekehrt. Diesmal träumte Prof. Citronimus Lemonatis etwas Eigenartiges.
    Immer und immer wieder kam in seinem Traum dieses teuflisch-unangenehme Schnippschnappgeräusch vor. Er drehte sich im Schlaf von einer Seite auf die Andere, und sagte immer wieder weinerlich dabei: „Bitte nicht meine Haare. Bitte, bitte nicht.“
    Doch auch in seinem Traum wurde ihm der Pferdeschwanz gnadenlos abgeschnitten.
    Machtlos und erschöpft sank Prof. Citronimus Lemonatis noch tiefer in seinen Polster. Im Tiefschlaf wirkt der souveräne Prof. sehr verletzlich und zart. Plötzlich ein Windhauch, leiser Flügelschlag. Hexenmeisterin Tschenny Tschens Eule Lereu flog in Prof. Citronimus Lemonatis Schlafzimmer, schnappte sich seinen Zopf und flog damit zur Hexenmeisterin.
    Lereu flog lautlos und so elegant durch das geöffnete Fenster hinein und wieder hinaus ohne bemerkt zu werden.  Tschenny Tschen sah in ihrer Glaskugel die brutale Tat und musste einfach handeln. Was bis jetzt niemand wusste, die Haare des Professors versprühen diesen betörenden Duft. Aber wenn sie ab sind wird natürlich auch dieser Duft schwächer. Die Hexenmeisterin beträufelte den Haarzopf mit ihrer selbstgemachten Haltbarkeitstinktur um dem Professor wieder zu seinem ganz pers. Duft verhelfen zu können.
    Die Meisten im Traumland verstanden die momentane Stimmung nicht. Eine glücklich bis schadenfroh kullernde Fr. Punktal, ein duftarmer verzweifelter Prof. Citronimus Lemonatis und alle anderen eher am sich zurückziehen. Richtig ruhig wurde es im Traumland.
    Das gefiel der Vorsitzenden Hasal Rainbow, unserer kleinen Angel und Principessa Remidemi gar nicht. Sie hielten eine Ratsitzung ums Lagerfeuer des Traumlandes ab.
    Hr. Panama Passieren stolperte auf sie zu, und glaubte wenn er sich betrunken stellt, erfährt er etwas über deren Plan. Weit gefehlt. Die drei Frauen kicherten und Principessa Remidemi klimperte ihm mit ihren wunderschönen langen Wimpern verführerisch zu. Hr. Panama Passieren blieb wie immer vor ihr wie ein Bock stehen, und brachte weder eine Bewegung noch ein Wort mehr heraus. Da nahm ihn Principessa Remidemi bei der Hand und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Woraufhin er hochrot anlief und sich schnellen Schrittes wieder vom Lagerfeuer entfernte. Als die Principessa den anderen Frauen verraten hatte was sie ihm gesagt hat, lachten sie sich gemeinsam schlapp. Sogar das kleine Engerl wurde bei dem Gedanken leicht rot, aber fand es genauso witzig. Danach wurden sie wieder nachdenklich. Die Vorsitzende Hasal Rainbow hatte als einzige  eine Idee. Natürlich war diese genial, und so wurde einstimmig von allen beschlossen, dass sie Grand Madame Lady Luni zu Rate ziehen müssen.
    Sie löschten das Lagerfeuer und gingen sofort los. Vorbei an Gubys Häuschen, aus dem auch heute wieder laute Hardrockmusik zu hören war. An der kleinen, sehr alten Kirche. Vorbei an den wichtigen Geschäften, der Apotheke und dem Rathaus. Die Berggasse hoch zu Lady Lunis kleine Villa. Die Damen waren etwas außer Atem, eine mehr, eine weniger.  Die Vorsitzende Hasal Rainbow klopfte mit dem eisernen runden Griff des Löwenkopfes 3x an das Tor. Nach einiger Zeit hörten sie auf der anderen Seite Schritte. Es kam ein etwas graumelierter Mann in grünem Gewand. Es handelt sich hierbei um den Diener Gustav Gürk, der ihnen das Tor öffnete mit den Worten: „ Guten Abend die Damen, was kann ich zu so später Stunde noch für sie tun?“ Alle drei im Kanon: „Wir müssen unbedingt sofort zu Lady Luni. Es ist wirklich wichtig!“ „ Aber werte Damen, wo denken sie denn hin? Das ist unmöglich. Lady Luni hat sich doch schon längst in ihr Schlafgemach zurückgezogen. Nennen sie mir ihr Begehr, und ich werde es unserer Hausherrin morgen Früh verlässlich weiterleiten.“ „Nein, das geht nicht. Das muss jetzt sofort sein“, darauf beharrte die Vorsitzende Hasal Rainbow weiterhin. Und tatsächlich öffnete sich oben im Turm ein Fenster. Es war Lady Luni, die jetzt aufgebracht nach unten schrie: „ Ja was zum Henker ist denn da unten los? Wer stört noch zu so später Stunde?“ Die Vorsitzende brüllte zurück: „ Wir sind´s Lady Luni. Die kleine Angel, Principessa Remidemi und ich, die Vorsitzende Hasal Rainbow. Bitte wir müssen unbedingt mit ihnen sprechen.“
    „Ja so lass er sie herein, Gurkal. Und ihr wartet auf mich im gelben Salon.“ Danach schloss sie wieder das Fenster. Der Diener tat wie ihm aufgetragen wurde, und so brachte er die drei Frauen in den gelben Salon. Lady Luni zog sich noch schnell einen Morgenrock über und schritt elegant die Treppe hinunter. An den Diener gewandt sagte sie: Gurkal mein Guter, bringen´s uns bitte eine Kanne Tee mit allem drum und dran. Und vielleicht finden´s noch wo einen Kuchen, oder ist noch was von der Beerentorte über? Ich glaub, das wird heute eine längere Sitzung. Und dann können sie zu Bett gehen.“ „ Jawohl Lady Luni“, war das Letzte bevor sich der Diener umdrehte und ging.
    Lady Luni setzte sich sehr verwundert und neugierig zu ihren späten Besucherinnen. „Na wo drückt euch der Schuh, meine Lieben?“ Aufgeregt redeten die 3 los, doch man verstand kein Wort. So einigten sie sich darauf, dass die Vorsitzende das Wort hat. Der Diener Gurkal kam, stellte alles wie gewünscht auf den Tisch, goss den Tee ein, verbeugte sich und wünschte den Damen eine gute Nacht. Die Besucherinnen verabschiedeten sich vom Diener, und Lady Luni wünschte ihrem alten Wegbegleiter auch eine gute Nacht. Sie erinnerte ihn daran, dass er morgen das Frühstück auf der Terrasse servieren soll. Danach widmete sie sich wieder ihren Gästen.
    Es dauert 37 Minuten bis Lady Luni über alles Bescheid wusste. Nachdenklich den Kopf in einer Hand gestützt saß sie in ihrem brokatbezogenem Fauteuil. „Hmm, hmm… habt ihr schon mal daran gedacht evtl. die Hexenmeisterin Tschenny Tschen zu fragen?“
    „Nein, auf diese Idee sind wir gar nicht gekommen. Und außerdem wohnt sie am anderen Ende des Baches, kurz vorm Waldesrand. Dafür wäre es heute so und so schon zu spät gewesen“, antwortete Fr. Hasal. „Stimmt, aber sie ist eine moderne Hexe. Frei in ihrem Tun, unabhängig und selbstbewusst. Sie lässt sich in keine Schublade stecken und ihre Hexerei ist ebenso umfangreich und unergründlich wie das Weltall. Also wenn Tschenny Tschen keinen Rat für uns hat, dann hat keiner einen“, meinte Lady Luni aufrichtig bewundernd. Die Frauen waren sich einig. Die Drei standen auf, bedankten und verabschiedeten sich. Lady Luni begleitete sie noch zum Tor und meinte: „Also abgemacht, wir treffen uns morgen um 10 Uhr vorm Rathaus und fahren zusammen in meiner Kutsche zur Hexenmeisterin Tschenny Tschen. Kommt gut wieder runter ins Traumlanddorf und schlaft gut.“ Sie winkten sich zufrieden zu. Lady Luni verschwand in ihrer Villa und die drei Frauen in der Dunkelheit.Fortsetzung folgt…
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