Nachdem sein letzter Ton verklungen war begab auch Kenny sich zu Bett. Dave schnarchte bereits so laut, das er sich seine Decke bis über den Kopf zog, um wenigstens ein bisschen Schlaf zu bekommen. Er fiel in einen tiefen traumlosen Schlaf aus dem er abrupt erwachte, als er draußen der Lärm der erwachenden Stadt wahr nahm. Hupen, Polizeisirenen all...
Kenny spielte noch ein paar Töne dann machte er sich auf den Weg nach Hause. Dort angekommen hatte sich Dave auch zwischenzeitlich aus dem Bett bewegt und kochte sich einen Kaffee. "Na Du strahlst ja, ist dir das große Glück über den Weg gelaufen ?" grinste Dave ihn an. "Kann man so sagen, ich habe im Central Park ein nettes Mädchen getroffen, sie ...
Kenny konnte es kaum glauben, das ausgerechnet Benny Goodman ihn in seiner Band haben wollte. Umso peinlicher war es ihm, das er ihn nicht erkannt hatte. Der Name war ihm natürlich ein Begriff, doch hatte er sein Gesicht niemals zuvor gesehen. Mister Goodman und Kenny machten einen Termin für ein Probespielen aus, verabschiedeten sich und Kenny gin...
Alles um ihn herum versank in einem Meer aus bunten Farben. Er hatte das Gefühl fliegen zu können. Stimmen nahm er nur von ferne wahr. Obwohl ihm Peggy direkt gegenüber saß. Nun hatte es auch von ihm Besitz ergriffen dieses weiße Pulver vor dem man ihn immer gewarnt hatte. "Hey Ken" hörte er eine ihm vertraute Stimme sagen. "Wach auf, du muss...
Die Drogen nahmen immer mehr Platz in seinem Leben ein. Sein Horn hatte er lange nicht mehr angerührt. Meist lungerte er mit Peggy und ihren Freunden auf langweilige Partys rum. Er trank zu viel und das Kokain tat sein übriges. Ab und an prahlte er noch damit mal bei Benny gespielt zu haben, doch hatte er den Eindruck, so wirklich glaubte ihn das n...
Kenny war nun fast jeden Abend in der 52nd Street. Überall wo jemand gebraucht wurde stieg er mit ein und passte sein Spiel dem neuen Stil an. Zu dieser Zeit nahm er kaum noch Drogen zu sich, nur ab und zu mal einen Joint. Zu sehr war er fasziniert von dieser neuen Musik, die dort jetzt überall aus den Lokalen klang. Auch das Publikum, das zu ...
Das Jahr 1941 neigte sich dem Ende zu, Kenny genoss seinen Erfolg und lebte gut vom Verkauf seiner Platten. Es gab keinen Club in New York in dem er noch nicht gespielt hatte. Sein Apartment befand sich direkt gegenüber vom Central Park, so genoss er jeden Morgen diesen Blick, wenn es noch still war auf den Straßen und im Park kaum Menschen unterwe...
Die beiden redeten noch fast die ganze Nacht, bis der Lokalbesitzer die beiden aufforderte zu gehen, er wolle ja schließlich auch mal ins Bett. Kenny verabschiedete sich von Mark und schlenderte die Straßen entlang, wo er als Kind so oft ging. Viele Erinnerungen kamen in ihm hoch. Sollte er zum Haus seiner Eltern gehen, vieles ging ihm durch den Ko...
Amerika hatte Nazi Deutschland den Krieg erklärt und immer mehr junge Männer zogen in den Krieg. Das große Big Band sterben begann, da viele Musiker an die Front mussten. Die Zeit der Small Bands war gekommen und Kenny schwamm erfolgreich mit der Welle mit. Er schrieb jeden Monat einen Brief an seine Eltern, das er es geschafft hätte und sein Name ...
Ein halbes Jahr saß er nun schon im Gefängnis, viele seiner Freunde hatten sich von ihm abgewandt. Er las viel und hatte in der Gefängnisbibliothek einen recht akzeptablen Job gefunden, um das halbe Jahr das er dort noch verbringen musste gut zu überstehen. Das schlimmste war der Entzug gewesen, er bekam Krämpfe, jeder seiner Muskeln so hatte...
1946 der Krieg war fast ein Jahr schon vorüber, Millionen Menschen hatten ihr Leben lassen müssen, doch jetzt war man hungrig auf´s Leben. Der Bebop hatte längst in den Clubs Fuß gefasst und die Menschen strömten nur in die Lokale um die Musiker zu sehen, die diese Musik spielten. Kenny war nun 26 Jahre alt und gehört dazu. Er trug hippe Kleidung d...
Kenny war tief gekränkt, er nahm die Platten und warf sie wütend an die Wand, wo sie in tausend Teile zersprangen. Er setzte sich in Vaters alten Lehnstuhl trank drei Tage durch, dann stand er auf und verließ sein Elternhaus auf nimmer Wiedersehen. Er fuhr zurück nach New York, überließ den Verkauf des Hauses seinen Freund Mark. Er solle ihm irgend...
Die liebe „Zettelfrau" und ich nähern uns menschlich mehr und mehr an. Wir schieben uns einen durchaus interessanten Mix aus Gedanken, unvollständigen Lebensläufen und kleineren Komplimenten hin und her. Sie hat (nicht nur) offenbar noch einiges aufzuarbeiten. Will sich demnächst eine kleine Auszeit (von einigen Wochen) aus ihrem gewohnten Lebensra...
Vater half mir in der Turnhalle beim Aufbau einer sogenannten „Hügelrolle" die Langbänke zu stellen. Ich stiftete danach Vater an, die Hügelrolle auszuprobieren. Vater, abenteuerlustig wie er ist, probierte die aufgebaute Turnstation aus und krachte zwischen den mit Turnmatten ausgestopften Langbänken durch. Papa tat sich glücklicherweise nichts. D...
Da ich zuerst andere Verpflichtungen nachzukommen hatte, konnte ich am Samstag nicht pünktlich an der Fußballnacht teilnehmen. Dieser vergangene Samstag war ein wunderbarer Wintertag. Es war kalt. Zwischendurch schneite es sogar leicht. Ich dick eingepackt in Jacke und Mütze. Vom Gefühl speziell. Alle Fantasien zu Wintertagen im Vorfeld bei weitem ...
Ob ich je nach Mitternacht zuvor Suppe aß? Nachdem „Dschungelcamp" kam Papa auf die Idee, wir sollten noch gemeinsam die übriggebliebene Suppe – vom Mittagsmahl - weglöffeln. Einen heißen Teller würde bestimmt noch für jeden von uns herausspringen. Am Küchentisch nahmen wir die Welt verbal aufs Korn. Dazu das gesehene am Abend im „Dschungelcamp". U...
Die grünen Augen Die Stimmung an Bord war angespannt, jeder von uns spürte die ungewohnte Schwere der unendlichen Weite des Weltraums. Drei Tage waren vergangen, seit wir die Erde verlassen hatten. Nach einem ruhigen Abendessen begannen wir uns zu unterhalten, um die Zeit zu vertreiben. Die Stunden flossen wie im Flug. Doch die Ruhe wurde abr...
Wärmende Wollsocken sind eine tolle Erfindung! Ich habe die Wollsocken sehr gemocht. Ganz besonders während ich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt Schnee durch die Gegend schob. Mitnichten musste ich mich alleine den 8 cm Winterpracht stellen. Vater ließ es sich nicht nehmen, mir im Kampf gegen die „Schneemassen" zur Seite zu stehen. … und wo Pap...
Das Glatteis schenkte mir einen frei verfügbaren Tag Zuhause. Ich nutzte die Zeit, um aufzuräumen, auszuruhen und mich über eine Tiersendung zu freuen. Die aus mehreren Zoos aus Deutschland berichtete. Wann hatte ich zuletzt um 14 Uhr einmal die Möglichkeit, die Flimmerkiste einzuschalten? Wenn man TV-Berieselung braucht und dabei etwas wegschaffen...
Die nette Frau, die mir das Zettelchen mit ihrer Nummer zusteckte – in der letzten Trainingsstunde vor der Winterpause – und ich hatten am Freitagabend einen über Vierstunden langen Austausch. Der sehr respektvoll und freundlich möglicherweise sogar freundschaftlich war? Aber „mehr" wie eine Freundschaft wird da auch nicht herauskommen. Ich bin nic...